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die Stimme der Stille

Zugang zur Stimme der Stille



Hallo Ihr lieben Strahlesterne,


als Allererstes möchte ich mich ganz herzlich für eure lieben Rückmeldungen auf den letzten Newsletter bedanken! Mit großer Freude kann ich auch berichten, dass unser April Retreat im himmlischen Schweigen auf jeden Fall stattfindet und wer noch dazu stoßen möchte - zwei Plätze habe ich noch frei.

Eine kurze Übersicht über alle aktuellen Kurse und Meditationen hier vorab, dann geht es zu einem Artikel, den ich euch schon ganz lange schreiben wollte...




Mein Artikel für euch heute ist ganz dem Weg in die innere Stille gewidmet und der liebevollen Weisheit, die uns dort erwartet.

Stille ist ja etwas sehr Kostbares geworden in unserer bunten, schnelllebigen Zeit. 
Was nun, wenn ich mir diese kostbare Stille schenke?  Wie kann ich sie so nutzen, dass ich tatsächlich die Weisheit daraus schöpfe, die sie mir bieten kann?

Wenn gerade viel Trubel herrscht, ist das Erste was passiert, wenn wir uns in die Stille setzen oft, dass der Truble im Kopf einfach weiter geht. Ich schließe die Augen und das Außen fällt weg, aber ist das Innen deswegen gleich still? Nicht unbedingt...

Wie dieser Übergang entsteht, welche Tore wir dabei durchschreiten und was sich dabei ganz wunderbarerweise von alleine für uns fügt, das möchte ich euch heute anhand von einer Geschichte beschreiben.

Lasst uns eintauchen in die "Unendliche Geschichte" von Michael Ende:

Wir tauchen in den Teil der Geschichte ein, in dem Atréju (eine der Hauptfiguren aus dem fantasischen Reich) sich auf den Weg zum Südlichen Orakel macht um herauszufinden, wie er die Krankheit stoppen kann unter der seine Kaiserin und mit ihr das ganze Reich Fantasien leiden.

Nach vielen Abenteuern und innerem Reifen steht Atréju nun vor 3 magischen Toren, die ihn noch vom Orakel trennen bzw vor dem ersten der drei Tore, denn das nächste wird sich erst zeigen, wenn er das vorherige durchschritten hat.

Betrachtet euch mal, welche Tore hier auf ihn warten - es ist eine der schönsten Verbildlichungen die ich kenne, die den Weg in die Meditation wunderbar aufzeigen... 


Die drei magischen Tore zur inneren Weisheit:

Rätselnüsse
 
1. Das Tor der Sphinxen

Das erste Tor, durch das unser Held gelangen muss, besteht aus zwei riesigen Sphinxen, die sich gegenüber sitzen und ansehen. Die Schwierigkeit?
Im Blick ihrer Augen liegen alle Rätsel der Welt! Jeder, der von diesem Blick getroffen wird, muss zuerst alle diese Rätsel beantworten können, bevore er weitergehen kann, was natürlich unmöglich ist.

-> dieses Tor erinnert mich sehr an den analytischen Verstand, der grübelt und grübelt und auf jede Antwort neue Fragen findet, auf jede Lösung ein neues Problem. Auf jede geknackte Nuss eine noch härtere...
So hilfreich der analytische Verstand oft sein kann, auf dem Weg zu inneren Stimme, stellt er ein nicht zu unterschätzendes Hindernis dar.

Die einzige Möglichkeit, wie jemand das Tor der Sphinxen durchschreiten kann, ist wenn sie beide die Augen schließen. Wir lassen das Rätseln also buchstäblich ruhen.

Durch die Arbeit von Dr. Joe Dispenza habe ich gelernt, wie ein Wechsel vom geschlossenen zum offenen Fokus unsere Gehirnwellen zuverlässig von Beta auf Alpha Wellen wechseln lässt, einem Zustand in dem der analytische Verstand zur Ruhe kommt. Das Tor vom Bewussten zum Unterbewussten öffnet sich und in Wachzustand öffnet sich hier eine ganz kostbare große Welt! 

Der offene Fokus in einen unendlich weiten, offen Raum hinein, ist aber nur eine mögliche Technik. Für mich persönlich funktioniert aber auch achtsames Atmen sehr gut. Jede Art von achtsamer Vertiefung in ein spürendes Sein, das weder wertet noch analysiert kann diesen Zustand herbeiführen und mit etwas Übung können wir also lernen, wie unsere Sphinxen die Augen schließen.


2. Das Zauberspiegeltor

Sobald unser Verstand ruht und wir in die Tiefe von Bewusstsein und Unterbewusstsein tauchen können, steigen oft Gefühle und Überzeugungen auf, die tagsüber im Hintergrund geschlummert hatten. Die wir vielleicht schon gar nicht mehr bemerkt hatten und nun müssen wir uns ihnen stellen, wenn wir weiter auf dem Weg zur inneren Weisheit gehen wollen.

In der unendlichen Geschichte steht unser Held jetzt dementsprechend einem Tor gegenüber das aussieht wie ein Spiegel, in dem jedoch das Innere nach Außen gespiegelt wird. Das, wie wir uns nach außen geben, begegnet nun dem wer wir im Innern sind.
Seine Aufgabe besteht darin, dieses Innere vollständig anzunehmen, ja direkt hineinzugehen, denn der Weg geht durch den Spiegel hindurch.
Spiegeltor
Nehmt euch bitte diesen Mut! Egal, was zunächst an Ängsten oder alten Verletzungen auftauchen mag, wenn wir im achtsamen Spüren bleiben - so wertfrei wie möglich - bewegt es sich von ganz alleine und der Effekt ist enorm heilsam. Es ist wie ein Schleier der abfällt und das Sein, dass sich nun nach und nach im Inneren zeigt, ist ruhig, klar, lebendig, liebevoll und soooooo schön! Bei jedem von uns.

Möglicherweise geht es euch wie Atréju, der überascht feststellt, dass sein Spiegelbild überhaupt nicht so erschreckend ist, wie er erwartet hatte. Das Bild, das sich ihm zeigt, ist die menschliche Hauptfigur, die zwar wenig heldenhaft aussieht, aber eben genau das Element mitbringt, das Atréju auf seiner weiteren Reise braucht.

Umarmt alles Menschliche, was sich hier zeigt, so gut ihr könnt und nehmt es mit an Bord, während wir tiefer in die Stille tauchen. Noch mehr loslassen, noch mehr Raum öffnen, noch weiter staunen...


ohne schlüssel tor
3. Das Ohne-Schlüssel-Tor jenseits von Namen, Raum und Zeit

Nur noch ein letztes Tor trennen unseren jungen Helden und uns vom weisen Orakel der Stimme der Stille.

Es ist das Schwierigste von allen und gleichzeitig das Einfachste :)

Atréju bekam einen großen Schrecken als er erfuhr welcher Weg hier durchführt, denn das dritte Tor ist ein Tor ohne Schloß oder Schlüssel, das sich nur dann öffnet, wenn nicht unbedingt durch möchte. Je dringlicher der Wunsch, desto fester schließt sich das Tor.

Kommt euch das vertraut vor? Mir sehr! Je dringlicher ich mir etwas ersehne, je verzweifelter oder je mehr ich versuche es zu erzwingen, desto schwieriger ist es in Kontakt mit der innneren Präsenz zu kommen, die weise und wirklich kraftvoll ist. Das macht dieses Tor so schwierig.

Atréjus Anliegen ist nicht nur für ihn persönlich wichtig, sondern betrifft Leben und Tod in seiner gesamten Welt. Wie nur soll es ihm gelingen, hier mit leichter Neugier an ein Tor heranzutreten und ohne dringlichen Wunsch?

Die Antwort ergibt sich glücklicherweise von ganz allein:
Sobald er durch das Zauberspiegeltor gegangen war, vergaß Atréju alles über sein bisheriges Leben. Er vergaß seinen Namen, seine Herkunft, seine Fragen,... alles. 


Unschuldig, staunend und offen wie ein neugeborenes Kind steht er also vor diesem dritten Tor und prompt öffnet es sich von allein.

Das ist der Punkt, an dem sich für mich der Kreis zur Meditation zuerst schloß. Ich saß im Workshop von Dr. Joe und folgte der Anleitung in die Meditation, als wir an den Punkt kamen, wo er anregt, sich komplett ins grenzenlose Sein zu öffnen. Über alle räumliche Vorstellung hinaus, jenseits von Zeit und Raum, ohne Namen, ohne Vergangenheit, als Niemand ins Nichts, in dem zugleicht alles vorhanden ist.

Wie ein Blitz kam mir die Szene in den Sinn, wo Atréju durch dieses dritte Tor geht, nur weil er genau in diesem Zustand ist. Ein Tor im Nirgendwo und ein Mensch, der sich selbst vergessen hat.

Die Ebene, auf der wir die tiefe Erfüllung, Ruhe und Klarheit finden, die uns von Innen heraus nährt und heilt, ist zeit- und raumlos. Sie liegt nicht auf derselben Ebene wie unser Körper, unsere Persönlichkeit oder all das flüchtige Materielle, das uns hier so real erscheint. Sie liegt dahinter und wenn wir ihr begegnen möchten - wirklich begegnen - müssen wir dementsprechend alles loslassen, was uns hier hält.

Das Schöne ist: es ist unglaublich erholsam, keine Rolle mehr erfüllen zu müssen! Unsere bisherige Vergangenheit komplett freizugeben, niemand sein zu sollen, zu wollen oder zu müssen, sich vom Tropfen zu lösen und wieder zum ganzen Ozean zu werden.

In dieser grenzenlosen Weite des Seins können wir nun also ganz frisch und neu einer inneren Stimme der Weisheit begegnen und hier kommt noch ein zauberhafter Clou der Unendlichen Geschichte von Michael Ende. Als Leser dachte ich mir, "Wie tragisch! Jetzt ist Atréju endlich im Orakel angekommen und hat aber doch vergessen, was er fragen wollte!" 
Ich könnt es euch wahrscheinlich denken (oder kennt die Geschichte ohnehin): Natürlich erzählt ihm das Orakel auch so alles Wichtige für seinen weiteren Weg. 

Das, was wirklich wichtig ist, zeigt sich von alleine, ohne Druck und Zwang.

Das Leben stupst uns auf viele Weisen immer wieder darauf hin und das Erleben in der Tiefe der inneren Stille ist so intensiv -das vergessen wir nicht so leicht!




Von daher: Wie wäre es, wenn wir uns immer wieder auf den Weg durch diese drei magischen Tore machen?

  • Die Augen des Bewertens, Analysierens und Rätselns vorübergehend schließen und den Verstand ruhen lassen

  • durch unser Innerstes freundlich hindurch tauchen und uns vollständig annehmen, im Hier und Jetzt

  • uns schließlich komplett frei geben, von all unseren Geschichten, Namen, Rollen und Persönlichkeiten, sogar von Raum und Zeit


und von dort aus staunend lauschen, was uns die Stimme der Stille wohl erzählen mag.

Und wie fühlt es sich wohl an, so frei und direkt mit dem Leben verbunden zu sein?

Ich wünsche euch viel Freude auf den Wegen in dieses immer wieder unbekannte Neue!

Herzlichst,
Gabriele

Die Stimme der Stille


 DANKE, dass es Dich gibt!



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